Im Abendmahlssaal erbeten die Jüngerinnen und Jünger Jesu zusammen mit Maria den Geist der Weisheit, des Verstandes und der Einsicht, des Rates, der Stärke, der Erkenntnis, der Frömmigkeit und der Gottesfurcht.
Der Hl. Vinzenz Pallotti erkennt in diesem Bild die Berufung eines jeden Menschen zum Apostel, denn jeder Mensch ist ein Abbild Gottes (Genesis 1, 27: „Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er ihn.“)
Maria, die Mutter Christi, hält die Jüngerschaft zusammen. Sie ist die „Königin der Apostel“. Von ihr, so sagt der Hl. Vinzenz Pallotti, können wir lernen, was Nachfolge Christi bedeutet: Apostel, Gesandter des Geistes, der Liebe und der Barmherzigkeit Gottes zu sein.
Wir Pallottiner feiern heute – neun Tage vor Pfingsten – unser Patrozinium „Maria, Königin der Apostel“. Wir feiern die Heilige Messe für alle Mitglieder des Messbundes und für all unsere Verwandten, Freunde, Wohltäterinnen und Wohltäter. Mögen sie alle vom apostolischen Geist inspirierte Zeugen der Liebe Christi sein.
Wir wünschen Ihnen einen gesegneten Tag und den pfingstlichen Geist, der das Angesicht der Erde erneuern will!


P. Adrian Willi SAC, Provinzial der Pallottiner

Kann man dem Gewissen trauen?

„Kann man dem Gewissen trauen? – Jean Paul (1763 – 1825) wäre vorsichtig, diese Frage mit einem klaren Ja zu beantworten. Von ihm wird das Wort überliefert: „Niemand wird leichter betrogen, nicht einmal die Weiber und die Fürsten, als das Gewissen“. Mark Twain hält es rundweg für zwecklos, sich über das Gewissen Gedanken zu machen. Sein Antiheld Huckleberry Finn hat dem Sklaven seiner Grossmutter zur Flucht verholfen. Was er danach in seinem „Gewissen“ erlebt, treibt ihn derart um, dass er nicht weiss, wie er sich entscheiden soll. Mark Twains Kommentar: „Wenn ich’nen Köter hätte, der nicht mehr Verstand hätte als’n Gewissen, dann würd ich ihn vergiften.“ Und dabei zählt das Gewissen zu den wichtigsten Themen unseres Lebens. >>

Allein - Du bist die Aufgabe

Es gibt Situationen in unserem Leben, wo wir uns von niemanden vertreten lassen können, die wir ganz allein entscheiden oder tun müssen. Etwa, wenn wir für unsere Gesundheit vorsorgen oder aus dieser Welt scheiden. Alleinsein ist eine unausweichliche Erfahrung, die uns aber auch belasten kann.

Was bedeutet für Sie das Alleinsein? Eine Lebensform, die Sie nicht gewählt haben? Ein Raum für sich, wo Sie zu sich selbst kommen? Eine Aufgabe, in die Sie immer mehr hineinwachsen möchten? >>

P. Alfred Moser - 90 Jahre

Am 10. März 2016 darf P. Dr. Alfred Moser, Pallottiner, auf dem Friedberg im Kreise seiner Mitbrüder, Verwandten und Bekannten seinen 90. Geburtstag feiern.

Als ich mich 1981 in Fribourg zum Theologiestudium einschrieb, hat der damalige Dekan Dr. Jakob Baumgartner beim Einsehen meines Zeugnisses gesehen, dass ich im Gossau bei den Pallottinern die Matura gemacht hatte. Da sagte er spontan: „Da haben wir wieder einmal einen guten Philosophen, denn die Philosophie wird in Gossau gross geschrieben!“. >>