SAMSTAG NACH ASCHERMITTWOCH
25. Februar 2012
Prof. P. Dr. Paul Reihnbay SAC (Rektort der theologischen Fakultät Vallendar) spricht zum Thema:
50 Jahre Beginn des II. Vatikanischen Konzils. Wo ist unser Mut zum Aufbruch geblieben?
Hier geht's zum Anmeldeformular >>
50 Jahre Einberufung des Konzils
„Wir hielten die Zeit für reif, der katholischen Kirche und der Menschheitsfamilie die Möglichkeit eines neuen Ökumenischen Konzils zu schenken“.
Mit diesen Worten leitete Papst Johannes XXIII. an Weihnachten 1961 die Einladung zum II. Vat. Konzil mit der Konstitution „Humanae salutis“ ein. Das Motto war ein „aggiornamento“, eine Annäherung der Kirche an die Erfordernisse einer stark veränderten Zeit, eine Versöhnung mit der modernen Welt.
Für die einen eine Perspektive der Befreiung, ein Aufbruch in die Selbstverantwortung und Mündigkeit, eine Öffnung auf Dialog und Forschung mit modernen wissenschaftlichen Methoden, eine Emanzipation der Laien, Frauen wie Männer. Andere befürchteten Glaubensverlust, Relativierung der Wahrheit, Verrat der Tradition.
In der Folge entstand während der Vorbereitungen und der Durchführung des Konzils ein Konflikt zwischen Bewahrern, vertreten durch den Kurienkardinal und Vorsteher des Heiligen Offiziums, Kardinal Ottaviani, und dem Kurienkardinal und ersten Präsidenten des neu geschaffenen Sekretariates zur Förderung der Einheit der Christen (dem heute unser Schweizer Kardinal Kurt Koch vorsteht) Kardinal Augustin Bea. >>



