Jahresversammlung der APIS 2012
Zwölf Frauen der Apis-Gemeinschaft trafen sich am Mittwoch 7. März 2012 in der Klosterherberge Baldegg zur Jahresversammlung. Es war die zweite Versammlung weg von Morschach, weg vom vertrauten Bellevue und irgendwie immer noch suchend in der Fremde, wie sich die Präsidentin in Ihrem Jahresrückblick ausdrückte. Vertraut geblieben sind die Treffen der Mitglieder am Gemeinschaftstag in Gossau und die Zusammenkünfte im Frühling und im Herbst. Trotz kleiner werdender Teilnehmerzahl mangelte es nicht am begeisterten Einsatz von Seiten der spirituellen Begleitung durch die Pallottiner Patres. Gleich geblieben sind auch die Angebote von Weihnachten und Ostern – nur verlagert in Gossau – wo leider nur zwei APIS-Frauen davon Gebrauch machen konnten. Es galt aber auch sich umzugewöhnen an Neues - Ablösung vom APIS Familienbrief zum NOVUM, dem gemeinsamen Mittteilungsblatt der grossen pallottinischen Familie (UNIO) zu der auch die APIS gehört – Abgabe der Vereinsrechnungsführung an die Verwaltung der Schweizer Pallottiner (Josef Mauchle, Verwalter).

- Mitglieder der APIS-Gemeinschaft, Herr Josef Mauchle (re)
Nachzudenken über das Loslassen von Vertrautem war denn auch nebst den obligaten statutarischen Geschäften an der Hauptversammlung das Hauptthema. Es stand der Gedankenaustausch über das künftige Gemeinschaftsleben der APIS-Frauen im Vordergrund. Nachdem sich die APIS-Gemeinschaft vor zwei Jahren schweren Herzens von den Liegenschaften Bellevue und Edelweiss trennen musste, ist erst ein Teilschritt zur Lösung nicht mehr tragbaren Lasten gemacht. „Wie weiter“ ist die noch unbeantwortete Frage. Sie wird immer drängender, wie auch der Wunsch der jetzigen Verantwortungsträgerinnen nach Entlastung. Die gemäss Vereinsstatuten notwendigen Funktionen der APIS-Gemeinschaft wird mittelfristig niemand mehr übernehmen können. Damit verbunden muss ernsthaft über die Auflösung der bisherigen Struktur nachgedacht werden. An der Jahrestagung ist aber klar spürbar und zum Ausdruck gebracht worden, dass die Gemeinschaft noch nicht bereit ist, sich einfach so aufzugeben. Der gemeinsame Weg über Jahrzehnte, begleitet von religiös-spirituellen Inhalten, Freundschaften und Begegnungen während gemeinsamen Ferien und Freizeitaktivitäten, kann und darf für alle, die noch gesund und vital genug sind, nicht zu Ende sein.
Viele Fragen sind neu aufgetaucht: Wie können wir uns trotzdem von den strukturellen und juristischen Verpflichtungen lösen – wie können wir das Leben der APIS weiterhin gewährleisten – wie sieht künftig unser Platz in der Grossfamilie der Pallottiner aus - wie organisieren wir die finanzielle Seite.
Die Schweizer Pallottiner haben der APIS Gemeinschaft tatkräftige Unterstützung auf ihrem Weg des Loslassens und des sich neu Orientierens zugesichert. Mit diesem Beistand zur Entlastung von Arbeit und Verantwortung kann die APIS-Gemeinschaft zuversichtlich in das neue Gemeinschaftsjahr starten. Das vertraute Frühjahrestreffen im Kloster Baldegg, unter der Leitung von P. Erich Schädler, steht bereits vor der Türe.

