Jubiläum Marienkapelle

Die Marienkapelle auf dem Gossauer Friedberg. (Bild: Rita Bolt)

Die Marienkapelle auf dem Gossauer Friedberg ist 50 Jahre alt. Sie hat eine spezielle Geschichte: Sie musste einem Neubau weichen und verlegt werden.

Manuel Rudolf

Gossau . Auf der ganzen Welt gibt es etwa 200 Marienkapellen, die im gleichen Baustil wie jene in Gossau gebaut sind. Den Grundstein für diese Bauten legte der Pallottiner Pater Josef Kentenich (1885-1968), der nach Kriegsausbruch 1914 mit einigen Gymnasiasten die internationale Schönstatt-Bewegung gründete.

Krieg und Frieden

Die Marienkapelle in Gossau hat eine spezielle Geschichte. Sie begann 1920, als die Pallottiner ihre erste Niederlassung in Gossau gründeten. 1926 errichteten sie die damalige Priesternachwuchs-Schule – der Vorläufer des heutigen Gymnasiums Friedberg. 1930 wurde eine Lourdes-Grotte gebaut, welche später zu einer kleinen Kapelle erweitert wurde. Das eigentliche Heiligtum der Marienkirchen ist das Gnadenbild der «dreimal wunderbaren Mutter». Dieses brachten die Pallottiner 1938, nach Errichtung eines Altars, an. Bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges versprachen Patres und Studenten: «Wenn wir vom Krieg verschont werden, bauen wir am Heiligtum weiter». Und so wurde nach dem Krieg die Kapelle erweitert.

Marienkapelle weicht Neubau

Als das Gymnasium 1959 die eidgenössische Maturitätsberechtigung erhielt, wurde ein Lyzeums-Neubau nötig. Da die Marienkapelle mitten im Gelände und quer zu den Bauplänen stand, musste sie dem Neubau des Gymnasiums weichen. Sie wurde abgerissen und am südlichen Teil des Geländes wieder aufgebaut. Am 18. Oktober 1961 wurde sie eingeweiht. Seitdem hat sich die Marienkapelle als Stätte der Meditation und des Gebets zu einem kleinen lokalen Wallfahrtsort entwickelt. Das Jubiläumsfest zu «50 Jahre Einweihung der Marienkapelle» findet am 11. September statt.

 

 (Quelle: http://www.tagblatt.ch/ostschweiz/stgallen/gossau/tb-go/Marienkapelle-feiert-Jubilaeum;art191,2556208)